Palliativversorgung zu Hause – einfach erklärt
Manche Krankheiten sind nicht mehr heilbar. Dann geht es darum, Beschwerden zu lindern.
Viele Menschen möchten diese Zeit zu Hause verbringen, bei ihrer Familie. Dafür gibt es Hilfe.
Gut zu wissen
- Recht darauf: Wer schwer und nicht heilbar krank ist, hat ein Recht auf Palliativversorgung.
- Wo: Sie ist zu Hause, im Pflegeheim, im Hospiz und im Krankenhaus möglich.
- Wer zahlt: Sie ist eine Leistung Ihrer Krankenkasse.
- Beratung: Ihre Krankenkasse muss Sie zu allen Angeboten beraten.
- SAPV: Ihr Hausarzt oder der Arzt in der Klinik kann ein besonderes Palliativteam verordnen: die SAPV. Das heißt spezialisierte ambulante Palliativversorgung.
Was Sie tun können
- Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt.
- Fragen Sie Ihre Krankenkasse nach einer Beratung.
- Wichtige Nummern finden Sie auf einer eigenen Seite.
Wir begleiten Familien in dieser Zeit mit Schmerzpumpe, Infusion, Ernährung und Material.
In Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf arbeiten wir eng mit der SAPV am Inn zusammen, in den anderen Landkreisen mit dem Palliativteam vor Ort.
Zur Palliativ-Begleitung von Care FriendsTelefon 08721 50865-11
Mo–Do8–16:30 UhrFr8–13 Uhr
Mehr dazu: Was ambulante Palliativversorgung heißt
Ambulant heißt: Schwer kranke Menschen werden zu Hause betreut. Ärzte und Pflegekräfte kommen zu ihnen.
So können sie die letzte Lebensphase in ihrer gewohnten Umgebung verbringen. Ziel ist, dass sie dabei möglichst wenig Beschwerden haben.
Das entspricht dem Wunsch vieler Menschen. Sie möchten in der eigenen Wohnung bleiben, nah bei ihren Angehörigen.
Mehr dazu: Die Bausteine im Überblick
Allgemeine Palliativversorgung
Ihr Hausarzt und Ihr Pflegedienst betreuen den kranken Menschen zu Hause.
SAPV
Manchmal ist die Versorgung besonders aufwendig. Dann kommt ein eigenes Team aus Palliativärzten und Palliativpflegekräften dazu.
Ihr Hausarzt oder der Arzt in der Klinik verordnet dieses Team. Das Team kommt nach Hause, ins Pflegeheim oder in andere Einrichtungen.
Hospiz
Geht es zu Hause nicht mehr, kann ein Hospiz der richtige Ort sein.
Ambulante Hospizdienste kommen auch nach Hause. Dort helfen meist Ehrenamtliche.
Beratung
Ihre Krankenkasse berät Sie persönlich zu allen Angeboten. Sie hilft Ihnen auch, Kontakt aufzunehmen.
Außerdem informiert sie über diese Vorsorge-Papiere:
- Patientenverfügung
- Vorsorgevollmacht
- Betreuungsverfügung
Quellen: § 37b SGB V · § 39b SGB V
Mehr dazu: Das Hospiz- und Palliativgesetz
Das Hospiz- und Palliativgesetz gilt seit dem 8. Dezember 2015. Es hat den Ausbau der Palliativversorgung in ganz Deutschland gefördert.
Das gilt zu Hause, im Pflegeheim, im Hospiz und im Krankenhaus. Palliativversorgung will Beschwerden lindern, wenn keine Heilung mehr möglich ist.
Sie findet zu Hause statt oder stationär. Stationär heißt: im Hospiz oder im Krankenhaus. Auf beides haben Versicherte einen Anspruch.
Mehr dazu: In unserer Region
Für die Landkreise Altötting, Mühldorf am Inn und Rottal-Inn gibt es die SAPV am Inn.
Nummern und Adressen stehen bei den wichtigen Kontakten.
Zu den wichtigen KontaktenMehr dazu: Was Care Friends beiträgt
Wir sind kein Pflegedienst und kein Palliativteam.
Wir sorgen für Schmerzpumpe, Infusion, Ernährung und das Material. Zur Ernährung gehören Trinknahrung und die künstliche Ernährung über den Port: einen kleinen Zugang unter der Haut. Darüber fließt die Nährlösung direkt ins Blut.
Ein Pflegebett oder einen Rollator vermitteln wir über das Sanitätshaus Göldner. Wir zeigen Angehörigen und Pflegedienst jeden Handgriff.
Wir stimmen uns mit Arzt, Pflegedienst und Palliativteam ab. Medikamente liefern wir nicht.
Zur Palliativ-Begleitung von Care FriendsZuletzt geprüft: Oktober 2026
Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse.
